04 Oct Kickball auf Schweizer Boden: Wie The Club House das Hobby neu erfindet
Kickball ist ein Sport, der in den letzten Jahren an Popularität gewonnen hat – nicht zuletzt dank der Mischung aus Fußball, Baseball und sozialem Gemeinschaftsgefühl. Doch während der Sport in den USA und Australien längst fest verankert ist, fehlt er in der Schweiz bisher ein klares Zentrum. Das ändert sich nun mit theclubhouse jetzt spielen, einer Initiative, die Kickball als lebendigen Teil der lokalen Sportkultur etablieren will. Der Verein verbindet traditionelle Sportlichkeit mit modernem Community-Engagement und zeigt, wie ein Hobby durch gezielte Organisation und digitale Vernetzung zu einem massentauglichen Event werden kann.
Seit 2022 organisiert The Club House regelmäßige Kickball-Turniere in verschiedenen Schweizer Städten, darunter Zürich, Genf und Basel. Das Besondere: Statt klassischer Vereinsstrukturen setzt das Projekt auf flexible Gruppenbildung und eine Plattform, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Spieler:innen anzieht. Die Turniere sind nicht nur sportlich, sondern auch ein Ort für Netzwerken – viele Teilnehmer:innen treffen sich danach zu gemütlichen Runden oder weiteren Aktivitäten. Besonders erfolgreich ist das Format, weil es den Sport als lockeren, aber kompetitiven Spielabend vermarktet, ohne die typisch amerikanische Dynamik von Highschool-Teams zu übernehmen.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit dem Start im Jahr 2022 haben sich über 1.200 Spieler:innen aus mehr als 20 Städten angemeldet. Die meisten Teams bestehen aus 10 bis 15 Personen, wobei die Altersstruktur von Jugendlichen bis zu Senior:innen reicht. Besonders beliebt ist das Format bei Unternehmen, die als Sponsoren mitwirken – etwa bei der Swiss Post oder lokalen Banken, die Turniere als Team-Building-Event nutzen. Die Kosten pro Teilnehmer:in liegen bei rund 20–30 Franken, was die Sportart auch für breitere Kreise zugänglich macht. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kombination aus niedrigschwelliger Teilnahme und klarer Struktur: Keine komplizierten Regeln, sondern ein einfaches Regelwerk, das auch ohne Vorkenntnisse funktioniert.
Doch was macht The Club House so besonders? Ein zentraler Faktor ist die digitale Infrastruktur, die über die Website hinausgeht. Die Plattform bietet nicht nur Anmeldungen und Turnierplanung, sondern auch ein Forum, in dem Spieler:innen Tipps austauschen, neue Teams finden oder sogar eigene Turniere organisieren können. Besonders innovativ ist die Integration von Live-Streaming für ausgewählte Spiele, was die Sportart auch für Menschen zugänglich macht, die nicht vor Ort dabei sein können. Zudem setzt das Projekt auf Nachhaltigkeit: Die Materialien für die Bälle und die Spielpläne werden aus recycelten Materialien gefertigt, und viele Events finden in Parks oder öffentlichen Plätzen statt, um die Umwelt zu schonen.
- Seit 2022 haben über 1.200 Spieler:innen aus 20+ Städten an Turnieren teilgenommen.
- Durchschnittliche Teamgröße: 10–15 Spieler:innen, Altersgruppe von 12 bis 65+.
- Kosten pro Teilnehmer:in: 20–30 Franken, inklusive Equipment und Snacks.
- Über 20 Unternehmen als Sponsoren, darunter Swiss Post und lokale Banken.
- Jährlich werden 12–15 Turniere in verschiedenen Städten ausgetragen.
Kickball ist mehr als nur ein Spiel – es ist eine Bewegung, die Gemeinschaft und Sport verbindet. The Club House zeigt, wie ein Sport, der in anderen Ländern längst etabliert ist, auch in der Schweiz Fuß fassen kann. Der Schlüssel liegt in der Flexibilität, der Gemeinschaftsorientierung und der klaren Vermarktung als lockeren, aber kompetitiven Event. Wer Kickball neu erleben möchte, findet mit der Initiative die perfekte Anlaufstelle – und vielleicht wird aus dem Hobby bald ein fester Bestandteil der Schweizer Sportkultur.
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